Finnen und Dimples: Yokohama bringt Reifen-Aerodynamik voran

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Aerodynamisch wirksame Reifenfinnen werden bald den Luftwiderstand verbessern. Foto: Yokohama/dpp-AutoReporter

Finnen sind nicht nur ein nordisches Volk und Dimples eignen sich nicht immer zum Trinken. Das Element Luft spielt für die Reifenindustrie eine wichtige Rolle - und das nicht nur als Füllgas. Auch der Aspekt der Aerodynamik direkt am Rad ist sehr wichtig, denn hier lassen sich noch entscheidende Fortschritte bei Spritverbrauch und Fahrzeugsicherheit machen. Finnen sind in diesem Fall kleine Flügel oder Flossen, die das aerodynamische Verhalten des Reifens verbessern. Zunächst kamen sie nur an der inneren Seitenwand zum Einsatz, um energieraubende Luftwirbel im Radkasten zu reduzieren. Schnell zeigte sich jedoch, dass die Flügelchen mehr können: An der Außenwand verbessern sie je nach Rotationsstellung sowohl Luftwiderstand des Fahrzeugs als auch dessen Abtrieb.

Um die optimale Platzierung am Reifen zu ermitteln, wurde in Kooperation mit der japanischen Tohoku Universität eine Studie durchgeführt, bei der auch der ‚K-Computer‘ zum Einsatz kam, ein Superrechner mit mehr als 80.000 Prozessoren. Geleitet wurde das Projektteam von Professor Shigeru Obayashi.

Das Finnen-Design ist jedoch nicht der einzige Durchbruch, den Yokohama in den letzten Jahren erzielte. Gute Ergebnisse erzielte man auch mit so genannten ‚Dimples‘ in der Seitenwand - grubenförmigen Vertiefungen, wie man sie sonst etwa bei einem Golfball findet. Auch hier haben die jüngsten Versuche zu neuen Erkenntnissen bezüglich der optimalen Platzierung geführt. (dpp-AutoReporter/wpr)