BMW Motorrad Concept Link – einspurig in die Stadt

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So stellt sich BMW die städtische ‚Einspurmobilität‘ der Zukunft vor. Foto: BMW/dpp-AutoReporter

Beim Concorso d'Eleganza neben der Villa d'Este präsentierte BMW Group ihr zukünftiges Verständnis von lokal emissionsfreier, städtischer Mobilität auf zwei Rädern: Das BMW Motorrad Concept Link. Die Designstudie schlägt die Verbindung zwischen digitaler Vernetzung und analogen Anforderungen im urbanen Umfeld.

 

Das Konzeptfahrzeug basiert nicht auf heutigen Konzepten, sondern folgt den Grundbedürfnissen der Funktionalität, der technischen Architektur und der digitalen Realität der heutigen User. Die technischen Gegebenheiten des E-Antriebs - wie der flache Energiespeicher im Unterboden und der kompakte Antrieb am Hinterrad erlaubten eine neue Gestaltung der bisherigen Sehgewohnheiten.

 

Ein großer matt schwarzer Bereich formt den technischen Kern des Fahrzeugs; er zieht sich von der Front bis ins Heck und integriert neben Reifen und Frontleuchten, auch Antriebseinheit und Federelemente. Die LED-Frontleuchten sind minimalistisch gezeichnet. Um den dunklen Kern optimieren die Seitenpanels die Aerodynamik und sorgen für Schutz vor Wind und Wetter. Ebenso sind die Räder seitlich verdeckt und unterstreichen die neuartige Gesamtwirkung.

 

Der lang gestreckte, niedrige Fahrzeugkörper und das flache Sitzboard lassen gemeinsam mit der diagonal aufragenden Frontpartie eine klare Silhouette entstehen. Die funktionsbetonte Architektur soll dank des E-Antriebs auch hohen Fahrspaß bieten - mit schnellem Antritt an der Ampel und leichtem Handling. Durch die niedrige Gesamthöhe ist das Aufsteigen von der Seite und sogar über das Heck einfach möglich. Ein Rückwärtsgang sorgt zudem für optimale Manövrierfähigkeit für enge Parkräume in der Stadt.

 

Die in Längsrichtung verstellbare Sitzbank lässt eine Aluminiumstruktur durchscheinen und bietet zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten vom Einzelsitz bis hin zur Doppelsitzbank. Die Proportionen ermöglichen zudem eine neue Integration von Stauraum: Unterhalb der Sitzbank, bietet ein Gepäckabteil Verstaumöglichkeiten. Eine Schiebetür sorgt für schnellen Zugriff.

 

Im weiteren Fahrzeugverlauf inszeniert das BMW Motorrad Concept Link die verwendete Technik als Teil des Designs. Im hinteren Bereich verkleiden die Seitenpanels die Fahrzeugseite daher nicht komplett. Stattdessen spannen sie sich wie kleine Flügel über Teile der Fahrzeugseite und machen so Technikelemente wie Antrieb, Kühlrippen, Einarmschwinge, Federbein und Zahnriemen sichtbar. Gleichzeitig optimieren sie die Aerodynamik.

 

Das BMW Motorrad Concept Link interpretiert die Verbindung von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt neu für urbane Mobilität. Es führt die Vernetzung des Fahrers auch während der Fahrt fort und erweitert die bisherige mobile Lebenswelt des Fahrers um neue Möglichkeiten. Das Fahrzeug kennt unter anderem den Kalender und damit die nächsten Ziele des Fahrers, die schnellste oder schönste Route dorthin und auf Wunsch sogar die passende Musik dazu.

 

Ebenfalls im Fokus steht das Fahrerlebnis ohne Ablenkungen. Ein klassisches Kombiinstrument gibt es nicht mehr, stattdessen bringt das Windschild primäre Informationen wie Geschwindigkeit, Navigationshinweise und Batteriestatus in das direkte Blickfeld des Fahrers. Sekundäre Informationen werden im großflächigen Panel unterhalb des Lenkers angezeigt; hier sind viele Möglichkeiten der Interaktion mit der Außenwelt sowie zur Bike-2-X-Kommunikation möglich. Die Berührungsfläche des großen Panels macht weitreichende Informationen zu Infotainment, Konnektivität oder Routenplanung sichtbar und steuerbar. Individuell belegbare Schnelltasten am Lenker mit Touchfunktion erlauben den Schnellzugriff auf beliebte oder häufig genutzte Funktionen, ohne die Hand vom Lenker nehmen zu müssen. (dpp-AutoReporter/wpr)