Rolls-Royce Phantom: Ekstase, magischer Teppich, mobile Kunstgalerie

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Rolls-Royce stellt die achte Generation der Überfluss-Limousine Phantom vor. Foto: RR/dpp-AutoReporter

Während bei vernünftigen Autoherstellern um jedes eingesparte Milligramm Schadstoffausstoß gerungen wird und gemeinsame Plattformen mit bürgerlichen Autos Kosten senken, greift Rolls-Royce beim achten Phantom im Streben nach dem vermeintlich ‚besten Automobil der Welt‘ in die Übervollen. Der wahre Luxus liege in kleinen Fertigungszahlen auf der Basis einer eigenständigen Architektur liegt, hat sich die BMW-Group überlegt. Ein um ein Drittel steiferes Aluminium-Fachwerk soll daher jedes künftige Modell tragen: das SUV Projekt Cullinan und auch die künftigen Ghost, Wraith und Dawn. Und Karosserien nach Kundenwunsch.


Der typische Pantheon-Grill aus handpoliertem Edelstahl wurde neu gestaltet und in die Front integriert, die berühmte Kühlerfigur ‚Spirit of Ecstasy‘ thront darauf jetzt noch etwas höher. Prägnant umrahmte Tagfahrscheinwerfer kombiniert man mit einem Laserlichtsystem, das in der Nacht bis zu 600 Meter weit leuchten soll. Von der Seite betrachtet weist der neue Phantom die charakteristischen 2:1-Proportionen auf. Er besitzt einen kurzen vorderen und langen hinteren Überhang, eine aufrechte Frontpartie und ein fließendes Heck.


Beim neuen Phantom versucht man schon das Einsteigen in den Fond zum Erlebnis zu gestalten: Berührt man den Sensor an den Türen, schließen sie automatisch. Man nimmt Platz unter dem größten Sternenlämpchen-Dachhimmel, der je in einen Rolls-Royce integriert wurde. Die neu gestaltete Mittelkonsole bietet Platz für ein gekühltes Getränkefach mit edlen Gläsern;  in die Holzverkleidung auf der Rückseite der Vordersitze sind Picknick-Tische und Bildschirme eingepasst.


Die chromumrahmten Anzeigen im Armaturentableau sind unter einer vollformatigen Glasscheibe versammelt, die digitalen Zifferblätter sind Chrom eingerahmt; ein 12,3-Zoll-TFT-Farbdisplay mit LED-Hintergrundbeleuchtung liefert alle Fahrerinformationen. Das Besondere: Ebenfalls hinter dem Glas haben die kauzigen Briten einen Platz für maßgefertigte Kunstwerke vorgesehen. Kunden können einen Künstler oder Designer wählen, der mit Rolls-Royce zusammenarbeitet. Für superleise Wohlfühl-Atmosphäre sorgen die sechs Millimeter dicke, zweilagige Verglasung, ausgefeilte Vibrationsdämpfung und etwa 130 Kilogramm Schalldämmung.


Das elektronische Fahrwerks-Management ‚Magic Carpet Ride‘ kalkuliert jeder Sekunde eingehende Daten und passt die Luftfederung permanent an, um auf Karosserie- und Radbeschleunigung, Lenkbewegungen sowie Kamerainformationen zu reagieren. Dieses in die Windschutzscheibe integrierte Stereokamerasystem checkt die vorausliegende Straße und adaptiert das Fahrwerk bis Tempo 100 proaktiv. Übervolle Elektronik steuert und verbindet fast Alles in der High-End-Limousine. Zu den  Systemen gehören ein Aufmerksamkeits-Assistent, ein Vier-Kamera-System mit Panoramaperspektive, der Rundumblick mit virtueller Vogelperspektive. Dazu kommen Night Vision mit Nachtsicht-Assistent, aktive Geschwindigkeitsregelung, Warnung vor querenden Lebewesen, Auffahrwarnung, Querverkehrswarnung, Spurverlassens- und Spurwechselwarnung, ein hoch auflösendes Head-up-Display, WLAN-Hotspot und neueste Navigations- und Entertainmentgeräte.


Der neue Zwölfzylindermotor mit 6,75 Litern Hubraum arbeitet mit zwei Turboladern, leistet 420 kW/571 PS und ein maximales Drehmoment von 900 Newtonmetern schon bei  murmelnden 1700 Umdrehungen. Satellite Aided Transmission (SAT), kombiniert mit einem 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF, soll dafür sorgen, dass der Fahrende auf jede Situation vorbereitet ist. (dpp-AutoReporter/wpr)