Renault-Gruppe gründet Joint Venture im Iran

Picture

Thierry Bolloré, Groupe Renault, Mansour Moazzami, Leiter der IDRO und Negin-Geschäftsführer Kourosh Solouk stapeln ihre Hände (Mitte, v.l.n.r). Foto: RDAG/dpp

Die Renault-Gruppe kündigt die Unterzeichnung eines Joint-Venture-Vertrages an; mit beteiligt sind der Renault-Importeur Negin Holding und das 1967 von Schah Mohammad Reza Pahlewi (1919 - 1980) gegründete, staatsnahe Industriekonglomerat IDRO (Industrial Development & Renovation Organisation). Die Franzosen haben seit 2003 im Iran rund 500.000 Autos abgesetzt.

 

Renault wird Mehrheitsgesellschafter des JV unter Kontrolle der beiden Partner; später soll es ein Ingenieurs- und Einkaufsressort geben, um die Entwicklung lokaler Zulieferer zu fördern. Rund 20 Kilometer von der Hauptstadt Teheran entfernt wird in Saveh ein eigenes Produktionswerk mit einer anfänglichen Produktionsvolumen von 150.000 Fahrzeugen pro Jahr entstehen, das die bereits vorhandenen Sandero-Kapazitäten von 200.000 Autos/Jahr ergänzt. Die ersten Renault-Fahrzeuge aus Saveh werden ein Clio mit Stufenheck und der (bei uns als Dacia-SUV bekannter) Duster sein. Im ersten Halbjahr 2017 hatte sich der Renault-Umsatz im Iran im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 68.365 Fahrzeuge erhöht bei einem Marktanteil von fast zehn Prozent.

 

Thierry Bollore, Mitglied des Groupe Renault Executive Committee sagt: „ In einem schnell wachsenden iranischen Markt war es wichtig, Anlagen, Ingenieurskills und Einkauf zu implementieren. Dieses Joint Venture wird eine Beschleunigung unseres Wachstums in diesem Land ermöglichen."

 

„Die JV-Unterzeichnung eröffnet neue Perspektiven in einem für 2020 auf zwei Millionen Fahrzeuge projizierten Markts." ergänzt Stefan Müller, Mitglied des Groupe Renault Executive Committee. (dpp-AutoReporter/wpr)